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BLINDE DAME
Einst gab es eine Familie von Numunu (Comanche), die ein glückliches Leben auf den
offenen Ebenen lebte. Sie hatten eine Tochter, die schön aber blind war. Sie mussten alles für sie tun und
überall auf sie aufpassen, was immer sie tat. Sie waren fertig zum Aufbruch, als
die Tochter ihnen erklärte, dass diese ohne sie umziehen sollten. Sie bat
ihre Familie, ihr
etwas Nahrung und Wasser zu lassen, bis sie sie wiedersehen würde. Sie wollten
sie nicht verlassen, aber ihre Tochter beharrte darauf. Ungern taten sie, wie sie
angewiesen wurden. Sie stellten etwas Nahrung und Wasser hin, das sie ohne Schwierigkeit finden könnte, und
zogen dann weg.
Es dauert nicht lange bis die Tochter die Nahrung gegessen und das Wasser
getrunken hatte, die ihre Familie für sie vorbereitet hatte. Sie dachte, dass sie möglicherweise
den Weg zum Fluss finden könnte, der nahe gelegen war. Noch waren die Nahrungsmittel
nicht zu Ende, als sie losgehen wollte und dabei über etwas fiel, das sich auf
dem Boden befand.
Sie wusste nicht, um was es sich handelte. Als sie es berührte, sprach es
mit ihr. Es war ein "Peyote-Knopf". Er fragte sie, warum sie hier
alleine sei und nicht mit ihren Leuten mitgegangen ist. Sie erklärte, sie sei blind
und dass sie ein Handikap
für ihre Familie geworden ist. Darum sei sie geblieben, als die Eltern wegzogen. Der
Peyote-Knopf sagte, dass er ihr helfen könnte, wenn sie seine Anweisungen befolgen würde. Er bat sie, zum Fluss zu gehen und
sich vier Tage zu waschen. Sie tat, was er sie angewiesen hatte und fand irgendwie
den Weg zum Fluss. Schließlich begann sie sich zu waschen - zuerst sehr
vorsichtig. Sie fand sich von Tag zu Tag besser zurecht und konnte sich
immer mehr und besser reinigen.
Jedesmal fand sie, dass ihr Sehvermögen zurückkam, und am vierten
Tag, konnte sie wieder vollständig sehen.
So wurde uns diese Geschichte erzählt.
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