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Mit der Gründung des American Indian Movement (AIM) im Jahre
1968 trat die Politik der Indianer in den USA in eine neue Phase ein. Die
Gründung dieser Dachorganisation (die Gründer waren Dennis Banks, Clyde
Bellecourt und George Mitchell) für Indianer sowohl in den Städten als
auch in den Reservationen erfolgte mit dem Ziel, die verschiedensten
bestehenden Organisationen zusammenzuführen, um so die Schlagkraft
indianischer Politik zu erhöhen. |
Hallo, here is a photographs of Russell Means and me at a "Whitebisons" meeting. "Somebody" was going to send AIM against me and to tell Russell Means that I was not a Indian. Please post this and let the public know that AIM and Russell Means have nothing against me. John Redeagle Castillo
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some internet pages |
| Die Entscheidungsprozesse sollen von
unten nach oben, von der Basis zur Spitze der Pyramide verlaufen. Minneapolis, wo AIM ins Leben gerufen wurde, war das Ziel von Indianern aus rund zwanzig Reservaten in Wisconsin, Minnesota, North und South Dakota, die besonders kraß unter den schwierigen ökonomischen Verhältnissen zu leiden hatten. Die Zuwanderer waren meist Angehörige der verschiedenen Dakotastämme (Sioux) oder Ojibwa (Chippewa). Nach dem Vorbild schwarzer Bürgerrrechtskämpfer forderten sie von dem 1968 in Detroit tagenden National Council of Churches einen Betrag in Höhe von 750 Millionen Dollar für den Verlust indianischen Landes, ein Betrag, der sich mehr an die damalige Forderung der Schwarzen orientierte als an die ihnen wirklich entstandenen Gebietsverluste. Der kirchliche Krisenfond, der die ethnischen Minoritäten des Landes schon mehrfach finanziell unterstützt hatte, bewilligte einen Betrag, der jedoch weit unter den Forderungen der Indianer lag. Angespornt von diesem Anfangserfolg einer ersten gemeinsam auftretenden Indianischen Organisation, stellte das AIM weitere Forderungen zunächst an Kirchenorganisationen, dann an verschiedene Bundesbehörden und schließlich an die eigenen Stammesräte, die von ihnen nicht als die legitimen Führer der Stämme anerkannt wurden, weil sie auf Geheiß Washingtons gewählt und nicht von den traditionellen Führern gestellt waren. Das AIM fand hauptsächlich in den Reservaten der genannten Gruppen starken Widerhall, denn die Konfrontationstaktik dieser Organisation zeigte sich bei der Aufdeckung von Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten seitens amerikanischer Behörden gegenüber den Indianern als erfolgreich. Die wachsende Anhängerschaft des AIM hatte zur Folge, daß die sich mit indianischen Angelegenheiten befassenden Behörden und Organisationen unter Umgehung der gemäßigten Stammesräten direkt mit den Führern des AIM-Zirkels verhandelten. AIM besteht heute aus etwa 79 Untergruppen. "Die Untergruppen", so heißt es in einer Verlautbarung des AIM, "sind es, die der nationalen Führung die vorrangigen Anliegen des Indianer aufzeigt und die Ziele diktieren. Im Rahmen einer langfristigen Strategie schaffen und leiten die nationalen Führer das AIM zur Durchsetzung dieser Anliegen." In allen Teilen der USA und auch in Kanada gewann AIM rasch an Boden. Bis zum November 1972 hatte AIM bei 150 verschiedenen indianischen Demonstrationen mitgewirkt. AIM ist nach der Tradition der Indianer nicht nur eine politische, sondern zugleich eine geistige Bewegung. In den Worten von Kills Straight, einem Oglala-Sioux von Pine Ride: Die Mitglieder des AIM reinigen sich von innen. Viele sind zu den alten Religionen ihrer StämmeEine der wichtigsten Zielsetzungen des AIM war von Anfang an, das Bureau of Indian Affairs (BIA) im Interesse der Mehrheit der Indianer zu verändern oder abzuschaffen. AIM weist immer wieder darauf hin, daß diese Unterabteilung des Innenministeriums mit 16.000 Angestellten und einem Jahresetat von 240 Millionen Dollar sich in der Hand bestimmter Interessengruppen befindet, außerordentlich korrupt ist und dem indianischen Volk in keiner Weise dient. Die Verschleuderung von Mitteln, krasse Fehlplanungen und die Zusammenarbeit mit bestimmten Vertretern der Großindustrie und weißen Gewerbetreibenden auf den Reservationen ist nach Meinung vieler Indianer wesentlich an den Lebensbedingungen und der Armut der Mehrheit der Indianer mitschuldig. 1972 organisierte AIM einen großen Protestzug aus verschiedenen Teilen
der USA nach Washington D.C., den Trail of Broken Treaties (Pfad der
gebrochenen Verträge). Dieser Protestzug, bei dem AIM-Führer der
Regierung der Vereinigten Staaten in zwanzig Punkten ihre Forderung
unterbreiteten, in dem u.a. gefordert wurde, daß die Indianer wieder das
Recht erhielten, selbst Verträge abzuschließen (was ihnen seit 1871
verboten worden war) sowie die unter Zwang geschlossenen Verträge neu
auszuhandeln, führte zu der bisher größten Konfrontation zwischen
Indianern und der US-Regierung in vergangenen Jahrhundert. Der Protestzug
gipfelte in einer sieben Tage langen Besetzung der Washingtoner Zentrale
des BIA. Die amerikanische Regierung antwortete wie üblich mit einem
unverhältnismäßigen Polizei- und Militäraufgebot, während sie sich in
den Verhandlungen keine konkreten Zusagen abringen ließ. Ich entschuldige mich nicht für die Trümmer noch für die sogenannte Zerstörung diesesDie Reaktion des Stammesräte auf die gewalttätigen Maßnahmen des AIM war scharf ablehnend. Sie forderten sogar eine Bestrafung der Schuldigen. Was sie aber weit mehr in Gegensatz zu vielen ihrer Stammesgenossen brachte, war die unbegreifliche Ablehnung des 20-Punkte-Programmes, mit dem sich inzwischen die Mehrzahl aller Indianer identifiziert hatte. Der Höhepunkt der Konfrontation zwischen dem AIM und dem BIA führte im März 1973 zu der Besetzung der kleinen Ortschaft Wounded Knee in South Dakota, die in der Geschichte der Teton-Dakota durch das 1890 von amerikanischen Truppen angerichtete Massaker eine schreckliche Berühmtheit erlangt hatte. Der Vorsitzende des Stammesrates der Oglala, eines Unterstammes der Teton-Dakota, Richard Wilson, verkündete öffentlich, daß er alle Anhänger des AIM von der Reservation ausweisen wolle. Als Russel Means, Führer der Opposition gegen Wilson und einer der führenden Persönlichkeiten der AIM-Bewegung, von Wilsons Schlägertrupps angegriffen und zusammengeschlagen wurde, besetzte das AIM die Ortschaft Wounded Knee. Sie forderte die Absetzung von Wilson und die Erfüllung des 20-Punkte-Programms. Ihre drei Hauptforderungen waren: 1. Die Ernennung einer Präsidialkommission durch das Weiße Haus, die in das Reservat kommenWährend der beiden Monate März und April 1973 war die Situation ziemlich verworren: Wilson, als legal gewählter Stammesratsvorsitzender und Means als bekanntester und talentiertester Sprecher AIMs zählten beide eine große Zahl von Anhängern im Pine Ridge-Reservat und außerhalb desselben. Da eine der Forderungen des AIM auf die Einhaltung des Vertrages von 1868 (Vertrag von Laramie), der von den Amerikanern gebrochen worden war, zielte, fand das AIM zwar viele Mitstreiter, denen aber andererseits von einer fast ebenso starken Gruppe Widerstand entgegengesetzt wurde, die eine Stärkung des Stammesratsystems forderten und Wilson als ihren legitimen Führer ansahen, wobei es fragwürdig ist, ob das Demokratieverständnis der US-Amerikaner für die Indianer angemessen ist. Die Bundesregierung, die von den konservativen Angehörigen des Stammesrates zum Sturm auf Wounded Knee aufgefordert wurde, entschloß sich nach einigen halbherzigen Versuchen, bei denen zwei Indianer getötet und ein Dutzend verwundet wurden, zu verhandeln. Sie stimmte schließlich auch der Ernennung einer Präsidialkommission zu, die direkt mit den traditionellen Häuptlingen über den Vertrag von 1868 verhandeln sollten. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung durch Vertreter des Weißen Hauss beendeten das AIM die Besetzung von Wounded Knee. Diese nachgebende Haltung brachte der Bundesregierung die Sympathien aller jener Indianer ein, die ein Blutvergießen scheuten. Als die Blagerung jedoch aufgehoben wurde, verhaftete man die AIM-Anführer und stellte sie vor Gericht, mit der Erklärung, "man habe entdeckt, daß das Weiße Haus nicht berechtigt sei, direkt mit den traditionellen Häuptlingen über den Vertrag von 1868 zu verhandeln. Es sei Sache des Kongresses, sich mit diesen Problemen zu befassen". Im September 1974 wurden sie in erster Instanz freigesprochen. Die weltweite Publizität, die die Ereignisse von Washington und Wounded Knee erlangten, wird hoffentlich die Bundesregierung zwingen, alle Verträge, die mit den Indianern abgeschlossen waren, zu überprüfen, zu revidieren oder Ersatzlösungen anzubieten. Andererseits hat sich für die Indianer gezeigt, daß sie sich eine gutorganisierte, stabile und moderne Selbstverwaltung schaffen müssen, um ihre Rechte auf juristischem Wege durchzusetzen, denn konkrete Entscheidungen können nur vom amerikanischen Kongreß, nicht vom Präsidenten gefällt werden. Gesehen im Indianerweb : empfehlenswert! |